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Erklärvideos – auf die richtige Technik kommt es an

Mit Snack-Content visuelle Leutturmprojekte produzieren

Ein gutes Erklärvideo bleibt im Kopf, weil es uns hilft, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Dabei spielt neben dem pädagogischen Konzept und der Story auch die Technik und der Stil, in dem ein Erklärvideo produziert wird, eine tragende Rolle. Jede Erklärvideo-Technik und jeder Stil kann eine andere Geschichte transportieren und hat je nach Einsatzgebiet Vor- und Nachteile. Um den richtigen Stil zu finden, ist es wichtig festzulegen, für welche Zielgruppe und mit welcher Absicht das Erklärvideo eingesetzt werden soll.
Damit Sie schon bald wissen, welche Technik für Ihr Erklärvideo die beste ist, haben wir hier die Top 5 der aktuell beliebtesten Erklärvideo-Formate zusammengefasst und erklärt:

Legetrick/Cut-Out: Weniger ist mehr

Das Legetechnik-Video gilt nicht nur als das erste Erklärvideo, es ist auch nach wie vor das meistgenutzte.
Das Legetrick-Video ist echte Handwerkskunst und die wohl die traditionellste Erklärvideo-Technik. Legetrick oder Cut-Out heißt dieses Erklärvideo-Format deswegen, weil die eingesetzten Elemente und Figuren per Hand gezeichnet, ausgeschnitten und dann Szene für Szene vor der Kamera gelegt werden. Gefilmt wird das Legetrick-Video in der Regel vor einem weißen Hintergrund. Die Figuren werden bei diesem Stil klassischerweise nur durch eine menschliche Hand, oder Hilfsgegenstände wie Stöckchen oder Fäden, animiert. Farben spielen im Legetrick-Video keine große Rolle und werden lediglich dazu eingesetzt, um Akzente zu setzen. Besonders wichtig für dieses Format ist die richtige Story, die mit sprachlichen Elementen, in der Regel mit einer sympathischen Stimme, übermittelt wird.
Wer es ein bisschen moderner mag, der kann das Legetrick-Video auch komplett digital erstellen. Mit speziell für dieses Format entwickelten Zeichenprogrammen für den Rechner lässt sich der Stil perfekt imitieren und auch kurzfristige Änderungswünsche an den einzelnen Elementen stellen kein Hindernis mehr dar. Die menschliche Hand, die das Legetrick-Video für viele so sympathisch macht, kann dabei nachträglich ins Video gezaubert werden.

Als erstes Erklärvideo gilt eines zum Thema Twitter

Als erstes Erklärvideo gilt eines zum Thema Twitter


Zum Beispiel
Fazit: Das Legetrick-Video punktet durch seine einfache und sympathische Art. Dabei ist es vergleichsweise kostengünstig in der Produktion, weil auf aufwändige Animationen verzichtet werden kann. Da aber die Figuren und Gegenstände, die in dem Video zu sehen sind, klassischerweise per Hand gezeichnet und ausgeschnitten werden, ist das traditionelle Legetrick-Video mit Aufwand verbunden und eingeschränkt, was spontane Änderungswünsche angeht. Das Legetrick-Format eignet sich gut für die Visualisierung von Funktionsweisen oder Prozessen.

Whiteboard oder Kritzle-Video: Starkes Storytelling, das hängen bleibt

Auch beim Whiteboard-Stil wird auf Handarbeit gesetzt: Die Story wird dabei nach und nach per Hand gezeichnet und anschließend in geraffter Zeit abgespielt. Hierbei können durch einkreisen, unterstreichen oder eine bestimmte Farbe besonders wichtige Punkte in der Geschichte betont werden. Gezeichnet wird in der Regel auf weißem Untergrund, aber auch klassische Tafeln oder ein farbiger Hintergrund können zum Einsatz kommen. Mit dieser Erklärvideo-Technik wird ein fesselnder Spannungsbogen erzeugt, weil der Zuschauer den Eindruck bekommt, live dabei zu sein während die Story entsteht. Unterstützt wird dieser Effekt durch gezielt eingesetzte Elemente, wie Text, Sprache und Musik.

Zum Beispiel
Fazit: Trotz simpler Mittel und geringer Kosten wird eine hohe Wirksamkeit erzielt. Der Whiteboard- Stil eignet sich besonders gut für Erklärvideos im Bereich Bildung oder, ähnlich wie beim Legetrick-Format, für Visualisierung von Funktionsweisen. Durch den Prozess des Zeichnens zieht das Erklärvideo im Whiteboard-Stil besonders viel Aufmerksamkeit auf sich und bleibt mit einer guten Storyline umso länger in unserem Kopf.

Motion Graphics: Das animierte Erklärvideo-Format für die Fakten

Erklärvideos im Motion-Graphic-Format sind der beste Weg, um Fakten und Daten zu veranschaulichen, denn sie sind im Endeffekt nichts anderes als interaktive Infografiken. Bei dieser Technik werden die verschiedenen Infografik-Elemente animiert und mit Musik und Stimme unterlegt, wodurch ein dynamisches Video entsteht. Videos im Motion-Graphic-Stil kann das menschliche Gehirn in der Regel besonders gut folgen, weil hier klar strukturierte Informationen mit simplem Storytelling kombiniert und visualisiert werden. In der Produktion sind Erklärvideos im Motion-Graphic-Stil etwas aufwändiger und teurer, als zum Beispiel Legetrick-Videos, weil sie durch ihre vielfältigen Animationsmöglichkeiten komplexer sind. Dafür ist es mit diesem Format aber auch möglich, komplizierte Sachverhalte oder Produktbeschreibungen anschaulich, unterhaltsam und vor allem professionell in Szene zu setzen.

Zum Beispiel
Fazit: Wenn Sie einem eher trockenen Thema, wie zum Beispiel Statistiken, Formeln oder Produktbeschreibungen, ein bisschen Leben einhauchen wollen, ist diese Mischung aus Infografik, Storytelling und Animation für Ihr Erklärvideo besonders zu empfehlen.

Comic: Mit vollanimierten Bildchen und durchdachtem Storytelling zum Erfolg

Viele Erklärvideo-Macher beschreiben den 2D-Comic-Stil als den besten aller Erklärvideo-Stile, weil sich mit ihm quasi jede Situation abbilden lässt. Der Fantasie sind hierbei wenig Grenzen gesetzt und so können die Cartoons simpel und lustig sein, oder auch detaillierte und komplexe Sachverhalte anschaulich auf den Punkt bringen. Da es bei diesem Erklärvideo-Format vor allem um den visuellen Aspekt geht, sind folgende Elemente besonders wichtig:
1. Die Story, die die Zielgruppe ansprechen soll
2. Gut eingesetzt Charaktere als Sympathieträger
3. Professionelle und hochwertige Animationen
Auch klassische Erklärvideo-Elemente wie Text, Sprache und Musik werden eingesetzt, um die Story zu begleiten. Weil die Geschichte allerdings dynamisch visualisiert wird, kann auf Sprache, je nach Kontext, auch verzichtet werden.

Zum Beispiel
Fazit: Weil Erklärvideos im Comic-Stil vollanimiert und je nach Kundenwunsch auch sehr aufwändig sind, muss man für dieses Format zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, das Ergebnis ist dann aber umso überzeugender: Durch die Vollanimation sind die Anwendungsbereiche und Themengebiete vielfältig, was einen flexiblen Einsatz ermöglicht.

3D-Animation: Komplex, ansprechend, hochwertig

Das wohl spektakulärste aber gleichzeitig auch aufwändigste Erklärvideo-Format ist das vollanimierte 3D-Video. Durch seine Dynamik und Komplexität hebt es sich von allen anderen Erklärvideo-Stilen ab und setzt dabei auf realistische Darstellungen, die bei der Zielgruppe eine möglichst große Wirkung erzeugen sollen. Besonders praktisch sind solche Animationen übrigens für die Visualisierung von dynamischen Prozessen, wie zum Beispiel einer Flüssigkeit, die durch ein Rohr fließt oder einer Fahrt durch einen Tunnel. Die meisten 3D-animierten Videos tragen sich durch die rein visuelle Komponente. Musik, Text oder eine sympathische Stimme, können aber dabei helfen, die Story noch ein bisschen besser zu transportieren.

Zum Beispiel
Fazit: Wer ein hohes Budget hat und auf eine besonders realistische Darstellung seines Produkts Wert legt, der ist mit einem 3D-animierten Erklärvideo gut beraten. Dabei sind die Einsatzgebiete so vielfältig wie ihre Gestaltungsmöglichkeiten: von simplen Logo-Animationen zu Marketingzwecken bis hin zur Darstellung von komplexen Maschinenabläufen lässt sich alles umsetzen.

Die Mischung macht‘s

Praktischerweise haben Sie bei allen Erklärvideo-Techniken auch immer die Möglichkeit, selber kreativ zu werden. Viele Erklärvideo-Macher mischen deswegen die verschiedenen Stile und kombinieren sie miteinander. So taucht in manchen Whiteboard-Videos plötzlich eine Comic-Figur auf, oder aber eine echte Person interagiert mit einer Infografik in einem Motion-Graphic-Erklärvideo. Welchen Stil Sie für Ihr Erklärvideo einsetzen ist also sowohl vom Produkt als auch von Ihren Zielen und Zielgruppen abhängig. Generell sollten Sie einen Stil wählen, der zum Erscheinungsbild ihres Unternehmens passt, ihr Produkt oder ihr Thema gut repräsentiert und dabei gleichzeitig Ihre Zielgruppe anspricht.
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Comments: 4

  • Ralph

    15. Mai 2017
    reply

    Eine sehr anschauliche und hilfreiche Übersicht zu Erklärvideos von Dir, die Unternehmen für ihr Marketing und ihre PR einsetzen können.
    Beste Grüße. Ralph

  • biz

    20. Juli 2020
    reply

    Danke für den klasse Beitrag, Ich finde ja, dass gerade das erwähnte Storytelling ein mitentscheidender Aspekt ist. Die Technik ist natürlich wichtig, aber ein klares Konzept ist ein ebenso wichtiger Faktor. Wie denkst du darüber?

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